Das Reflective Leader System bietet einen strukturierten und praxiserprobten Rahmen für die bewusste Reflexion und Gestaltung günstiger Führung. Im Kern leitet es Führungskräfte entlang relevanter Fragen.
Wo entsteht bei uns immer wieder Regulationsbedarf?
Typische Irritationen, Probleme und Regulationsbedarfe, bei denen Führung tatsächlich gefordert ist.
Unter welchen Bedingungen führe ich?
Besonderheiten meines Führungskontexts in Bezug auf Regulationsanforderungen und Regulationskapazitäten – etwa Unsicherheit, Abhängigkeiten, Interessenvielfalt und Kompetenzen.
Wie will ich grundsätzlich führen?
Ein klares Führungsverständnis mit einer primären Führungsrolle. Man unterscheidet zwischen Boss, Coach, Partner und Befähiger.
Wie gestalte ich mein Verhältnis zu meinen Geführten?
Kommunikation, Stabilisierung und Umsetzung des Führungsverständnisses in der gelebten Führungskraft-Geführten-Beziehung.
Wie günstig ist mein Führungshandeln?
Kontinuierliche Reflexion des eigenen Führungshandelns und der dabei gebundenen Aufmerksamkeit angesichts akuter und konkreter Regulationsbedarfe.
Was gute Führung ausmacht, hängt davon ab, unter welchen Bedingungen geführt wird. Zwei Dinge sind dabei besonders wichtig:
Welche Regulationsanforderungen entstehen typischerweise? Und welche Regulationskapazitäten sind bei Führungskraft, Geführten und Team vorhanden? Wer beides im Blick hat, kann besser einschätzen, wo Regulation vergleichsweise günstig stattfinden kann.
Regulationsanforderungen
Regulationskapazitäten
Das Reflective Leader System unterscheidet vier grundlegende Führungsrollen: Boss, Coach, Partner und Befähiger. Keine dieser Rollen ist grundsätzlich besser als eine andere. Entscheidend ist, welche Rolle zum jeweiligen Führungskontext passt und eine möglichst günstige Regulation ermöglicht.
Direkte Regulation: Die Führungskraft übernimmt selbst die Regulation, bewertet, löst Probleme, trifft Entscheidungen und weist an, was zu tun ist.
Co-Regulation bzw. verteilte Regulation: Die Führungskraft beteiligt mehrere Akteure an der Regulation und gestaltet die gemeinsame Problem-, Ideen- und Entscheidungsfindung.
Selbstregulation: Die Führungskraft aktiviert die Geführten durch herausfordernde Fragen zum eigenverantwortlichen Denken und Handeln.
Die Führungskraft schafft strukturelle, kapazitative und situative Voraussetzungen für günstige Regulation – etwa durch Regeln, Routinen, Kompetenzen und Ressourcen.
Der Ansatz des Reflective Leader Systems unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von gängigen Formen der Führungskräfteentwicklung. Und das ist gut so.
Häufig entscheiden sich Unternehmen für das Reflective Leader System, nachdem sie über viele Jahre Erfahrungen mit traditionellen, oft wenig wirksamen Ansätzen der Führungskräfteentwicklung gesammelt haben. Gleichzeitig erfordert das Reflective Leader System einen gewissen Mut, Führung anders zu denken und anzugehen, als es in vielen Unternehmen üblich ist.